Unda vom Donauland 'Unda' (23.07.1997 - 19.08.2011)

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In den frühen Morgenstunden ist Unda für immer friedlich eingeschlafen.




Sie war eine Tollerhündin, wie sie im Buch steht - voller Leidenschaft beim Apportieren, mit einem große Herzen für ihre Familie und eine gute Adoptivmutter für unsere beiden jüngeren Hunde. Sie beherrschte den Tollerschrei in Perfektion und machte mir mit Beharrlichkeit klar, dass ein Toller zu seinen Überzeugungen steht. Wenn es ums Apportieren ging, war ihr kein Gebüsch zu dicht, kein Holzstück zu schwer und kein Sprung ins Wasser zu gewagt.

Aber auf nassem Rasen ordentlich bei Fuß zu gehen, war eine nicht zu ertragende Zumutung. Manche Agilitygeräte waren toll, aber nur weil man auf der A-Wand eine gute Aussicht hatte und auf dem Tisch größer war als die anderen Hunde. Hin und wieder zeigte sie gefährliche Vorlieben zu Fressbarem - ein Nektarinenkern musste in einer Not-OP entfernt werden und zwei hinterlistig gestohlene Schokonikoläuse führten zu einer sehr unruhigen Nacht mit Vergiftungssymptomen, was sie wenige Wochen darauf nicht daran hinderte, heimlich eine Capuccinotorte vom Tisch zu holen und vollständig niederzumachen.

Die beiden letzten Jahre waren für Unda nicht leicht, weil sie durch einen Bandscheibenvorfall nicht mehr das tun konnte, was für sie immer das Wichtigste gewesen war: suchen - finden - bringen. Trotzdem war sie immer freundlich und geduldig. Sie war unsere kleine Grande Dame, die bis zum Schluss von allen Vierbeinern respektiert wurde.

Ich bin dankbar für das, was ich von ihr lernen und durch sie erfahren durfte. Mach's gut, meine Kleine!